Andreas Pfister fährt am Circuit Zolder zweimal in die Top-5

 

Circuit Zolder. Die belgische Traditionsrennstrecke am Circuit Zolder erwartete vom 15.-17.09.2017 die Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) zu den Rennläufen 9 & 10 der aktuellen Rennsaison. Im Rahmen des Rennwochenendes fanden auch die Wertungsläufe der europäischen LKW-Meisterschaft (FIA ETRC) statt, was für einen sehr großen Besucher-Zustrom mit mehreren Tausend Fans an der Rennstrecke sorgte. Die 4000 Meter lange Rennstrecke in Zolder hat eine große motorsportliche Historie, so fanden dort bereits auch Formel1-Rennen statt. Bekannt ist die Rennstrecke für ihre anspruchsvollen „High-Speed Passagen“ und der technisch herausfordernden „Gilles Villeneuve Schikane“.

 

„Der Circuit Zolder ist eine der schönsten Rennstrecken in Europa und ich freue mich hier an den Start gehen zu können. Eine besondere Atmosphäre schafft auch die europäische LKW-Meisterschaft, die sehr viele Fans an die Strecke lockt. Für uns gilt es in den ersten Testfahrten ein gutes „Set-Up“ für unseren Rennwagen zu finden, um weitere wichtige EM-Punkte einzufahren. Aufgrund des momentan technischen Nachteils durch unser DSG „Direktschaltgetriebe“, im Gegensatz zum SEQ „Sequenziellen“ Getriebe der Konkurrenz, haben wir zwar im Moment kein siegfähiges Rennauto, können es aber dennoch schaffen Vorne mitzufahren. Genau das ist unser Ziel!“  so der 29-Jährige Rennfahrer Andreas Pfister vor Beginn des Rennwochenendes.

 

 

Trotz Topspeed-Nachteil gelingt es Andreas Pfister immer wieder sich positiv in Szene zu setzen

 

„Mission accomplished“ durch starken ersten Rennlauf

 

Nach einem 7. Rang im Zeittraining zur Ermittlung der Startaufstellung hieß es für Andreas Pfister im ersten Rennen wieder Alles aus seinen Möglichkeiten zu machen. Nach Freigabe des stehenden „Grand Prix Starts“ gelang es ihm, sich aus dem Getümmel der ersten Kurven herauszuhalten und einen guten Rhythmus zu finden: „Ich konnte mich gut positionieren und im Rennverlauf weiteres Vertrauen in den Rennwagen finden, was die Rundenzeiten nach unten drückte. Nach einigen erfolgreichen Zweikämpfen freue ich mich über Platz 5 und damit weitere wichtige Wertungspunkte!“ so Pfister.

 

turbulentes zweites Rennen mit viel „Lackaustausch“ und Technik-Pech

 

Noch besser als im ersten Rennen wollte es der deutsche Rennfahrer im zweiten Rennen machen. „In der Reparaturpause zwischen den beiden Rennen nahm mein Team noch einige kleine Verbesserungen am Rennwagen vor, und wir gingen mit einem guten Gefühl in das zweite Rennen, um hier noch weiter nach Vorne angreifen zu können“ erklärte Andreas Pfister im Gespräch mit den Medien.

 

In der FIA ETCC treten die besten Tourenwagen-Rennfahrer Europas gegeneinander an

 

Doch etwas Pech mit der Technik machte das zweite Rennen für Andreas Pfister zu einer echten Herausforderung: „Bereits zu Rennbeginn hatte ich mit starken durchdrehenden Rädern zu kämpfen, was auf einen unvorhergesehenen Defekt am Differential zurückzuführen war. Das machte es alles andere als einfach, aber es gelang mir den Rennwagen auf der Strecke zu halten und in harten Zweikämpfen meine Position zu halten. Dabei kam ich zwar ordentlich in´s Schwitzen, aber wir wurden schlussendlich mit einem weiteren 5. Rang und vier EM-Punkten belohnt“.

 

„Nun gilt es aber natürlich für uns den Defekt zu analysieren und für das nächste Rennen schnellstmöglich zu beheben. Ein großes Dankeschön möchte ich dabei an SEAT Sport für den guten Support aussprechen, sowie an mein tolles Team (Alois Pfister, Mirek Göbel, Alfred Hutzel, Kai Sutter) dass am gesamten Wochenende eine herausragende Arbeit am Rennwagen geleistet hat. Ein Dankeschön geht auch an den Veranstalter EUROSPORT EVENTS für ein unvergessliches Rennwochenende mit großartiger Atmosphäre!“ so Andreas Pfister.

 

Das Finale der Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) findet vom 06.-08.10.2017 auf der tschechischen Traditionsrennstrecke im Autodrom Most statt. Alle Rennen werden im TV auf EUROSPORT und EUROSPORT2 übertragen.

G E S A M T W E R T U N G der Top-10

 

Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC)

 

nach 10 von 12 Wertungsläufen

 

  1. Petr Fulin                                           (CZE)              SEAT Leon TCR SEQ                       63 Pkt.
  2. Christjohannes Schreiber                  (SUI)               Honda Civic TCR SEQ                     57 Pkt.
  3. Norbert Nagy                                     (HUN)             SEAT Leon TCR SEQ                      56 Pkt.
  4. Igor Stefanovski                                (MAZ)             SEAT Leon TCR SEQ                      55 Pkt.
  5. Peter Rikli                                          (SUI)               Honda Civic TCR SEQ                     41,5 Pkt.
  6. Fabio Mota                                        (POR)             SEAT Leon TCR SEQ                      29 Pkt.
  7. Zsolt Szabo                                        (HUN)             SEAT Leon TCR SEQ                      23 Pkt.
  8. Andreas Pfister                               (GER)             SEAT Leon TCR DSG                     22,5 Pkt.
  9. Mladen Lalusic                                  (SRB)             SEAT Leon TCR SEQ                      13 Pkt.
  10. Plamen Kralev                                   (BUL)              Audi RS3 TCR SEQ                          12 Pkt.

 

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Fotos: Petr Fryba